WARUM EIN GALGO

WARUM EIN GALGO

Die Beziehung zu Ihrem Galgo und der tägliche Umgang mit ihm wird Ihnen sehr viel Freude bringen. Viele neue Galgo-Besitzer sind überrascht von dem Verhältnis, das sich zwischen Besitzer und Hund entwickelt. Sie werden es als angenehm empfinden, ein unaufdringliches Tier um sich zu haben. Der Galgo macht keinen großen Wirbel, er fordert nicht lautstark. Von seinem bevorzugten Platz aus beobachtet er still, was so vor sich geht. Er bellt selten und nur bei unvermeidlichen Anlässen. Zu den Kindern wird er freundlich und geduldig sein. Seine Anwesenheit kann sehr wohltuend auf die oft so überreizten Nerven des modernen Menschen wirken. Sie werden auch seine Sauberkeit schätzen, denn ein Galgo meidet Schmutz von sich aus, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel… Der Galgo bewegt sich leichtfüßig und geschickt im Haus, so dass die Einrichtung durch Ungestüm nicht zu Bruch geht. Die Grazie seiner Bewegung, die Anmut seiner Ruhehaltung und die Schönheit seiner Linien vermag darüber hinaus das Auge immer neu zu fesseln. Der Galgo hat das Bedürfnis, dabei zu sein, ohne im Vordergrund zu stehen. Er ist feinfühlig und reagiert auf leise Töne. Er wird sich der Familie und ihrem Rhythmus anpassen. Aufgrund seiner dezenten Eigenschaften kann man ihn bei vielen Gelegenheiten auch gut mitnehmen. Ein Galgo ist also prädestiniert, ein zauberhafter, liebenswerter Gesellschafter im Haus zu werden!

DER GALGO ESPAGNOL

Fast jedes einzelne europäische Land besitzt bzw. besaß seinen eigenen Windhund (schlag), meist glatt- bzw. leicht rauhaariger Art. Sie sind alle Nachkommen des keltischen oder gallischen Windhundes. So auch der bodenständige Windhund Spaniens, der Galgo, das auch heute noch in seinem Namen „Galgo“ zum Ausdruck gebracht wird. Er ist von „Canis gallicus“ = der gallische, also keltische Windhund abgeleitet. Daraus entwickelte sich vermutlich später das spanische Wort „Galgo“, das allgemein „Windhund“ bedeutet. Dem Galgo Espanol, besonders dem andalusischen, wird ein starker Anteil Sloughiblut nachgesagt, das besonders während der jahrhundertlangen maurischen Herrschaft in die spanischen Windhunde einfloss. Die heutige Situation des Galgos in Spanien und seine Zucht wird zu großen Teilen von rennsportlichen Gesichtspunkten bestimmt. Ähnlich wie in England sind die Windhundrennen ungeheuer populär und vom Wettgeschäft geprägt. Die Eigenständigkeit der ursprünglichen spanischen Galgo Rasse wurde der Spitzengeschwindigkeit und der Konkurrenzfähigkeit auf der Rennbahn zuliebe geopfert. Seit Jahrzehnten wird die Vermischung mit Greyhounds betrieben, so dass heute in Spanien neben dem Grey der sogenannte Galgo-Inglese (der englisch-spanische) dominiert, das Kreuzungsprodukt aus beiden Rassen. Der reine, alte spanische Galgo ist heute praktisch nicht mehr existent. Höchstens in ganz entlegenen Winkeln mögen noch mehr oder minder ursprüngliche Tiere leben, um, wie seit eh und je, zur privaten Hasenjagd mit auf die Hügel hinter dem Dorf zu gehen. In Spanien war der Besitz des Galgos nicht auf die soziale Oberschicht beschränkt. Die Galgojagd war ein ländliches Vergnügen und konnte und kann von jedermann ausgeübt werden. Äußerlich sind die westlichen (sog. okzidentalen) Windhunde, zu denen der Galgo gehört, von ziemlicher Größe, muskulös, athletisch, mit gewölbter Rückenlinie. Er hat einen schmalen, länglichen Kopf mit kleinen Ohren, die in Rosenform am Kopf anliegen. Die Augen sind rund bis mandelförmig, der Blick ist wach und offen, der Augenausdruck lebhaft und direkt. Er hat eine tiefe Brust und lange und v.a. gut bemuskelte Hinterläufe. Insgesamt hat er einen festen Knochenbau. Im Charakter ist der Galgo spontan, lebhaft und unkompliziert. Um den Galgo besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie er früher gehalten wurde. Und eben auch heute noch in Spanien, nur leider unter teilweise schrecklichen Umständen! Der Schlüssel zum Verständnis seines Wesens ist seine Tradition, seine Verwendung. Ursprünglich wurde der Galgo zur Hasenjagd gezüchtet und verwendet. Bei der Hasenhetze zeichnet sich der Galgo als robuster Geländejäger aus. Er ist zwar etwas langsamer als der Greyhound (60-65 km/h), das macht er aber durch seine Ausdauer wett und durch sein für Verletzungen unauffälliges Laufwerk. Der Galgo liebt die menschliche Nähe und hält sich sehr gern in enger Gemeinschaft mit seinem Menschen auf. Allerdings wohnen zwei Seelen in der Galgobrust. Auf der einen Seite ein ruhiger, sanfter Hausgenosse, der die Bequemlichkeit liebt. Keineswegs verachtet er den Komfort und lässt sich gern verwöhnen. Auf der anderen Seite geballte Energie, wenn er zum Zuge kommt. Ein Jagdhund, der im rasenden Lauf alles hergibt und selbst Verletzungen nicht achtet, wenn er sein Ziel verfolgt. Natürlich kommen viele Galgos auch auf Ruf zurück. Und wenn nicht auf den ersten, dann doch auf den zweiten oder einen späteren! Aber genau das scheinbar Gegensätzliche fasziniert. Gelassenheit und energiegeladene Aktion, Unabhängigkeit und Sich –Anschließen, Eigenwilligkeit und liebevolle Partnerbeziehung, Freiheit suchen und freiwillige Rückkehr.

DIE WURZELN DES GALGO ESPAGNOL

Der Galgo gehört zu den Windhunden. Windhund ist der gängige Name, Hetzhund die kynologische Fachbezeichnung für diese Hunde. Ein Einblick in die Entwicklungsgeschichte kann das allgemeine Verständnis für den Galgo bzw. die Windhunde und ihre Bedürfnisse vertiefen. Die Geschichte des Windhundes ist eng verbunden mit den Anfängen der Kultur des Menschen. Wir haben im Windhund den ältesten als solchen identifizierbaren Hundetyp vor uns, der seine ursprüngliche Gestalt durch die Jahrtausende hindurch bewahrte. Schlanke, langbeinige und athletische Typen sind die ursprünglichsten. Gut zu Fuß zu sein, schneller zu sein als die anderen, das zählte in gleicher Weise auch für die frühen Menschen, die als Jäger und Sammler ständig unterwegs sein mussten. In der Periode um 8000 v. Chr. war der Mensch Nomade und Jäger. Bei der Nahrungsbeschaffung, dem Erlegen von Tieren in freier Wildbahn, war der Hetzhund als Jagdhilfe von großem Nutzen. Die Frage nach dem Entstehungsgebiet des Windhundes ist bis heute strittig. Bei der Verfolgung der Spuren des Windhundes im Altertum hilft uns die Archäologie und gibt über sein Auftreten Auskunft. Verschiedenartige Funde erzählen uns die Geschichte der Windhundrassen, verwoben mit der Geschichte der Völker. Im 4. Jahrtausend hatte sich in Mesopotamien ein Zentrum menschlicher Hochkultur gebildet. Aus diesem Kulturkreis sind uns auch erste Zeugnisse erhalten, Funde aus der Gegend Ninive, auf denen Windhunde rassemäßig identifizierbar abgebildet sind. In der 1. Hälfte des 4. Jahrtausend v. Chr. wurden Gegenstände hergestellt, die uns glatthaarige, hängeohrige Windhunde vom Saluki- bzw. Sloughityp zeigen. Der Saluki und seine orientalischen Nebenformen werden daher auch von vielen Experten als die älteste Rasse angesehen. Die Präsenz des orientalischen Windhund im vorderasiatischen bzw. südrussischen Steppenraum können wir uns in Verbindung mit dem Nachweis in Mesopotamien ausmalen. Von hier bzw. den späteren Reichen Sumer, Akkad und Assyrien gingen über Handelsbeziehungen die Verbindungen u.a. nach Osten aus. Hierdurch gelangten die orientalischen Hetzhunde in den Iran und nach Afghanistan, wo sie in abgeschiedenen Gebieten bodenständige Spezialtypen herausbilden konnten. Die weitere Verbindung nach Indien und China liegt auf der Hand. In Ägypten war parallel zur Euphrat-Tigris-Kultur eine andere Früh-Hochkultur am Nil entstanden. Die Ägypter haben durch zahlreiche Reliefs, Malereien, Schmuck- und Kultgegenstände einzigartige Hinweise auf ihre Lebensweise, die afrikanische Fauna und Flora und natürlich ihre Hunde, hinterlassen. Ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. finden wir zahlreiche Hinweise auf einen stehohrigen, ringelschwänzigen Windhund. Er wurde von den Ägyptern Tesem genannt. In Europa sind seine heutigen Nachkommen in den stehohrigen Windhundformen des Mittelmeerraumes und der Kanaren (Pharaonenhund etc.)zu suchen. Völkerwanderungen und Volksverschiebungen, die im Laufe der Geschichte immer wieder vom vorderasiatischen Stammgebiet des orientalischen Windhundes ihren Ausgang nahmen, haben den maßgebenden Anteil an seiner Verbreitung. Vorindogermanische und indogermanische Volksstämme, Reitervölker, die aus den südrussischen Steppengebieten nach Süden und Westen zogen, führten ihre Windhunde mit sich und verbreiteten sie über die Kontinente. Auf diese Weise nahm auch der Windhund, der immer schon eine Kostbarkeit darstellte, seinen Weg von einem Volk zum anderen. Im 2. Jahrtausend v. Chr. finden wir den Windhund im Reich der eingewanderten Hethiter in Anatolien (Kleinasien), die sich als ältestes indogermanisches Kulturvolk die Jagdgewohnheiten ihrer Steppenherkunft bewahrten. Zu dieser Zeit tauchte der Windhund auch in den aufblühenden Mittelmeerkulturen auf. Zuerst in Kreta, dann fand er in Griechenland eine Basis für seine weitere Verbreitung im Mittelmeerraum. Kreta, das einerseits im Einflussbereich der Hethiter stand und daneben lebhaft Verbindungen zu Ägypten unterhielt, wurde für die westeuropäischen Kulturen ein wichtiges Ausstrahlungszentrum. Sein stehohriger Windhundtyp, der eine auffallende Ähnlichkeit mit dem ägyptischen Tesem hatte, gelangte im Laufe der kommenden Jahrhunderte über Sizilien und die Balearen bis an die iberischen Küsten und ist auf einigen Mittelmeerinseln in recht ursprünglicher Form bis heute anzutreffen. In Ägypten finden wir ab dem 15. Jahrhundert v. Chr. den Tesem der alten Dynastien abgelöst durch einen hängeohrigen Windhund mit tief getragener Rute, der dem mesopotamischen bzw. dem asiatischen gleichkommt. Der heutige Sloughi Nordafrikas präsentiert sich als das lebende Abbild jenes Hundes, den die vornehmen Ägypter im Neuen Reich zur Jagd führten. Auch in Griechenland verbreitete sich im Verlauf des 1. Jahrtausends v. Chr. ein neuer, von den anderen in der Antike bekannten Rassen verschiedener Windhundtyp, der sog. Lakonier, benannt nach der gleichnamigen Landschaft mit der Hauptstadt Sparta. Er kam wahrscheinlich zusammen mit den Wellen indogermanischen Völker, die Griechenland besiedelten, von jenseits des Balkans. Obwohl von ihm nicht nur Renn- sondern auch nicht windhundeigentümliche Spüreigenschaften überliefert sind, gehört er äußerlich zum westlichen Windhundtyp und erinnert an den Greyhound. Die Römer bevorzugten einen höher entwickelten Windhund, den Vertragus, der sich bald im ganzen damaligen Römischen Reich und seinen Provinzen durchsetzte. Dem Vertragus kommt für Europa größte Bedeutung zu, alle heutigen rosenohrigen Windhundrassen tragen sein Erbe. Sein Einfluss war selbst in Nordafrika zu finden. Dieser Windhund war keltischen Ursprungs. Sein Name entstammt diesem Sprachgut. Die Römer hatten den Vertragus und die Technik der Hetzjagd von den Kelten übernommen, als diese bis zum nördlichen Mittelmeerraum vordrangen. Die Kelten, die im letzten Jahrtausend v. Chr. von Osten kommend nach Europa einwanderten, waren leidenschaftliche Jäger. Sie besiedelten als Hauptsitz Gallien, auch Britannien und Irland. Man findet ihren Vertragus als Motiv in der gallischen Töpferkunst und auf galloromanischen Mosaiken. Die verschiedenen indogermanischen Völkerzüge hatten Auswirkungen auch auf Iberien, wo der Name des bodenständigen Windhund, Galgo, in Spanien noch heute an die Gallier erinnert. Durch die Kelten gelangten die Windhunde im 4. Jahrhundert v. Chr. auch auf die Britischen Inseln. Mindestens seit dieser Zeit soll der Windhund von der Art des heutigen Greyhounds dort heimisch sein. Fast jedes einzelne europäische Land besaß seinen eigenen Windhund(schlag), meist glatt bzw. leicht rauhaariger Art. Sie sind alle Nachkommen des keltischen oder gallischen Windhundes. So auch der bodenständige Windhund Spaniens, der Galgo, das auch heute noch in seinem Namen „Galgo“ zum Ausdruck gebracht wird. Er ist von „Canis gallicus“ = der gallische, also keltische Windhund abgeleitet. Daraus entwickelte sich vermutlich später das spanische Wort „Galgo“, das allgemein „Windhund“ bedeutet.

WESEN UND TEMPERAMENT

Galgos sind anders! Das zeigt sich besonders auch in ihrem Wesen. Der Windhund an sich ist vielleicht die am wenigsten „hündische“ unter allen Rassen. Wie soll man diesen Unterschied beschreiben? Man trifft es am besten im Vergleich mit einer anderen Tierart – der Katze, zu deren Wesen es viele Parallelen gibt. Galgos besitzen ein in sich ruhendes Wesen, sind über viele Dinge „erhaben“. Sie wirken ruhig und stolz. Ein Galgo kann seinem Besitzer minutenlang in die Augen blicken, ohne den Blick abzuwenden. Dabei hat man keineswegs den Eindruck, er fühle sich dem Menschen irgendwie unterlegen. Der Galgo ist kein Sklavengeist, kein Befehlsausführer im Sinne von „zackigem Parieren“. Bei der Zucht des Galgos war nicht die Dressurfähigkeit auf absolutem Gehorsam Zuchtziel. Dadurch unterscheiden sie sich von den Hunden, die wir landläufig als Gebrauchshunde verstehen! Zwar ist der Galgo auch ein Gebrauchshund, nur in anderer Beziehung. Seine Dienste für den Menschen sind anderer Art und verlangen daher auch ganz andere Voraussetzungen. Die Aufgabe, auf die der Galgo spezialisiert ist, ist nun mal die Hetzjagd. Dazu war das Vorhandensein ganz anderer Eigenschaften erforderlich. Nicht das starke Abhängigsein von den unmittelbaren Befehlen des Menschen, sondern im Gegenteil: größte Selbständigkeit, Eigenüberlegung, Eigenentscheidung und auf sich gestelltes Handeln in seinem Metier, der Jagd. Der Galgo ist ein Tier, das den Menschen eigentlich gar nicht braucht. Er könnte selbständig leben und sich ernähren. Er leiht jedoch seinem Besitzer, wie das noch heute in Spanien der Fall ist, seine Dienste. Er versorgt seinen Herrn mit Fleisch. Im Grunde wäre er existentiell unabhängig. Das zeigt sich dann auch in seinem Wesen, in stolzer Selbständigkeit. Dabei ist dieser eigenständige Galgo zärtlich und liebevoll in seiner Freundschaft zum Menschen. Er beansprucht seinen Platz in der menschlichen Familie, in der er voll integriertes Mitglied sein will. Er ist eingerichtet auf ein inniges Verhältnis im Zusammenleben mit seinen Menschen. Er schätzt die nächste Nähe zum Menschen und genießt seine Aufmerksamkeiten und Bezeugungen der Zuneigung mit großer Genugtuung. Manche werden im Galgo ein lebhaftes, unruhiges Tier vermuten, das in der Wohnung nur unter Schwierigkeiten zu halten ist. Das Gegenteil ist der Fall; im Haus sind Galgos so ruhig, das sich ihre Anwesenheit kaum bemerkbar macht, auch dann nicht, wenn mehrere Hunde gehalten werden. Der Hund, der so verträumt zu Hause ruht, in liebevollem Blickkontakt mit seinem Besitzer, derselbe Hund, der im Hause stets die nächste Nähe seines Menschen aufsucht, dieser Hund mag bei Gelegenheit im freien Auslauf seiner Wege gehen. Auf und davon, wie es aussieht. Er scheint den Ruf oder Pfiff seines Menschen nicht zu hören, er scheint dessen Existenz vergessen zu haben. Doch dann kommt der Hund zurück. Freiwillig, unaufgefordert, nachdem er erkundet hat, was es zu erkunden gab. Er ist also doch nicht blindlings losgelaufen, er findet seinen Herrn selbst dann, wenn dieser schon weitergegangen ist.

DIE ÄUSSERE ERSCHEINUNG DES GALGO ESPAGNOL

Mit den verschiedenen Windhundrassen begegnet uns eine Gruppe Hunde, die sich sowohl durch ihr Äußeres als auch durch ihre Eigenschaften stark von allen anderen Rassen unterscheidet. Dem Galgo sind besondere anatomische Proportionen eigen: ein in der Tiefe enorm ausgeprägter Brustkorb, stark aufgezogene Bauchpartie, hohe, schlanke Läufe, spannkräftiger Rücken, langer Hals und langer, schmaler Kopf. Der Knochenbau an sich ist feiner und zarter als der anderer Hunde, denn für die Hochgeschwindigkeit ist ein möglichst geringes Knochengewicht wichtig. Herz und Lunge sind wesentlich stärker entwickelt als bei anderen Hunden. Durch seine ausgefeilte Anatomie und seine stolze Haltung wirkt der Galgo ausgesprochen elegant. Seiner Gestalt sieht man seine Bestimmung an – das Laufen, das Hetzen. Sein Körperbau lässt seine dominierende Eigenschaft erkennen – die ungeheure Schnelligkeit, mit der jede andere Rasse übertroffen wird! Das Auftreten eines Galgos in der Öffentlichkeit löst meist spontane Reaktionen aus und fordert die Kommentare der Umwelt heraus. Verblüffung über die ungewohnte Erscheinung und Entzücken und Bewunderung bei den einen oder einfach Unverständnis für den „dünnen und frierenden“ Hund bei anderen. Ein Galgo in guter Kondition ist schlank und trocken. Bei den Kurzhaarigen soll man die Rippen und Hüftknochen sehen können, ebenso das Spiel der Sehnen und Muskeln. Die Muskeln sind übrigens die einzigen Körperpartien, in denen die Galgos „Masse“ zeigen. Das wird nicht etwa, wie manche Beobachter irrtümlich schließen, durch mangelhafte Fütterung erreicht. Kraftvolle, federnde Schlankheit bei seidig glänzendem Fell ist vielmehr das Ergebnis einer hochwertigen Fütterung, verbunden mit artgerechtem Auslauf. Auch die manchmal von Unwissenheit vorgebrachte Vermutung der Überzüchtung ist falsch. Gerade Windhunde präsentieren sich in einer seit Jahrtausenden unveränderten Gestalt, welche ihnen körperliche Höchstleistungen ermöglicht, verbunden mit äußerst wachen Sinnen. Dabei ist der Galgo von großer Zähigkeit, charakterlicher Ausgeglichenheit und Nervenstärke. Die Gestalt des Galgos ist ausgewogen und vollkommen eingerichtet für die Betätigung, die für das Laufwesen Hund und seine Vorfahren zu allen Zeiten die normale war: das Laufen und Rennen nämlich! Das Nebenprodukt ist eine ästhetische Schönheit, eine Leichtigkeit wie die einer Gazelle, mit deren Schnelligkeit sich z.B. der Orientale misst. Kurzbeschreibung Galgo Eingruppierung im FCI: Windhunde (Glatthaarige Rassen) Widerristhöhe: Rüden 65-70 cm, Hündinnen 60-68 cm Gewicht: Rüden 25-30 kg, Hündinnen 20-25 kg Haut und Fell: Das Fell beim Kurzhaar ist sehr kurz und fein und hat keine Unterwolle. Beim Rauhhaar dagegen mittellang, oft struppig und hart. Das Fell ist dicht und glänzend. Die Muskeln zeichnen sich unter der Haut deutlich ab (trocken), da der Galgo keine natürliche Fettschicht unter der Haut besitzt. Farbe: gestromt, schwarz, dunkle und helle Beigetöne, zimtfarben, gelb, rot, weiß und gescheckt. Weiße Abzeichen an der Schnauze, an der Schwanzspitze und/oder an den Pfoten kommen ebenso vor. Kopf: Langgezogen und schmal („Langnasen“) mit wenig Stop, ziemlich langes Schädeldach, jedoch schmal zwischen den Ohren. Die Kiefer sind kräftig und lang mit dünnen Lefzen. Starke Zähne im Scherengebiß. Augen: Groß und dunkel mit aufmerksamen Blick. Die Farbe der Augen kann mit der Fellfarbe übereinstimmen, aber sie sind nie sehr hell. Ohren: Dünn, fein, hoch angesetzt und nach hinten liegend, halb fallend (Rosen-ohr) Hals: Schlank, fast gerade und von den Schultern nach oben leicht abgeflacht, lang und muskulös. Brust: Tief, bis zu den Ellbogen reichend, von vorn gesehen breit, mit genügend Lungenraum auch in der Länge durchlaufend bis zu den schwebenden Rippen. Gute Rippenwölbung ohne Übertreibung. Rumpf: Der Rücken ist kräftig, muskulös und insoweit gewölbt, dass man Spannung ahnen kann. Die Lendenpartie ist kräftig und leicht gebogen, die Kruppe ist ebenfalls leicht gebogen. D.h. von der Seite betrachtet sollte die Lendenpartie höher liegen als der Widerrist. Rute: Lang und dünn, niemals kupiert und mit punktförmigen Ende, fällt im Bogen bis zu den Sprunggelenken. Wenn der Hund ruhig steht, hängt die Rute niemals gerade, sondern im Bogen = Aussehen einer Sichel. Auslaufend als seitlicher Haken. Gliedmaßen: Schultern gut gewinkelt. Vorhand: Die Beine sind lang, gerade und gut bemuskelt, sie verlaufen parallel zum Körper, die Ellbogen frei (gelenkig) ohne auswärts zu stehen. Die Pfoten sind geschlossen mit gebogenen Zehen, die nie ganz rund (wie bei Katzen) gebogen sind, eher leicht länglich. Die Ballen sind breit und kräftig, so dass die Verletzungsgefahr auch bei ungünstigen Bodenverhältnissen gering ist.

HETZTRIEB

Der Galgo ist ein Hetzhund! Seine Bestimmung von alters her war die Jagd, die Hetze in den Steppen Europas, Asiens und Afrikas und heute noch in den ausgedehnten Halbwüsten des Orients. Galgos besitzen Hetztrieb. Dieser arteigene Hetztrieb ist es, der sie allem folgen lässt, was sich in einer bestimmten Weise bewegt. Der Galgo folgt dem, was sich von ihm fortbewegt und jagt dem hinterher, was eine schnelle Flucht andeutet. Das, was stehen bleibt, verliert sein Interesse. Die Bewegung zieht ihn magisch an. Diesem Instinkt machten sich auch die Windhundjäger zunutze, wenn sie die Hunde auf flüchtiges Wild ansetzten. Auf freier, deckungsloser Fläche folgt der Galgo in atemberaubender Aktion dem aufgeschreckt flüchtenden Wild. Erreicht er die Beute, beendet der erfahrene Galgo die Jagd meist mit einem einzigen Zupacken im Genick. Viele Galgos sehen in dem Moment, wo die Beute sich nicht mehr bewegt, die Sache als erledigt an. Die Faszination bestand im Verfolgen – das erbeutete Tier hat den Reiz verloren. Der gut trainierte Galgo erwartet „seinen Teil“ aus der Hand des Meisters.

DIE SINNE DES GALGO ESPAGNOL

Wie orientiert sich der Hund im allgemeinen? Er benutzt seinen Geruchssinn, seine Nase. Auch die Jagdhunde arbeiten mit der Nase an der Fährte. Der Galgo dagegen gebraucht in erster Linie seine Sicht, er ist ein sogenannter Sichtjäger, was ihn von anderen Hunderassen deutlich unterscheidet. Im Freien sieht man ihn nicht mit der Nase am Boden, es sei denn, eine sehr aufdringliche Duftspur kreuzt seinen Weg. Vielmehr trägt er seinen schlanken Hals hoch erhoben und sein waches Auge ist aufmerksam spähend in die Runde gerichtet. Galgos sind ungemein scharfsichtig. Die kleinste Bewegung im weit entfernten Feld wird wahrgenommen. Auch das Gehör ist gut ausgeprägt. Lauschend und mit aufmerksam schweifendem Blick wird man ihn sehen. Da das Entstehungsgebiet der Windhundrassen die weite Steppe und wüstennahe Region ist, lässt sich leicht verstehen, warum ihnen ein scharfes Auge weit nützlicher war als ein ausgeprägter Geruchssinn. Den Lauf der Beute in weiter Landschaft mit dem Auge zu verfolgen und gleichzeitig ihren Fluchtweg in rasantem Lauf nachzumessen war stets der erfolgversprechendste Weg zum Ziel. Eigenart des Galgos ist es auch, lautlos zu jagen. Der hetzende Galgo verschwendet seine Kraft nicht mit Gebell. Ein Verbellen wäre schon deshalb sinnlos, weil der Galgo und das gehetzte Wild schnell außer Hörweite des menschlichen Begleiter gelangen. Dass die meisten Galgo auch ansonsten nur dann einmal bellen, wenn es etwas Besonderes zu vermelden gibt, wird man sicher als angenehm empfinden. Bemerkenswert ist der gute Orientierungssinn der Galgos. Sie finden selbst in unbekanntem Gelände mit Sicherheit zu ihrem Ausgangspunkt zurück, auch wenn sie kilometerweit gelaufen waren. Der Besitzer braucht deshalb auch nicht mutlos werden, wenn sein Galgo beim Spaziergang einmal die Gunst der Stunde nutzt, denn sie sind nun einmal für die Jagd gezüchtet und geboren worden und das Erbe schlummert in jedem von ihnen, nur unterschiedlich stark ausgeprägt. Daher muss man sich grundsätzlich vor dem Lösen der Leine vergewissern, dass keine Gefahren in Form von Straßen, Elektro- oder Stacheldrahtzäunen etc vorhanden sind. Der Besitzer sollte dort warten, wo der Hund weglief und sich nicht auf eine meist aussichtlose Suche begeben. Das Tier kommt in aller Regel dorthin zurück.

TRADITIONELLER EINSATZ DES GALGO ESPAGNOL

Die Geschichte des Windhundes ist so alt wie die frühesten menschlichen Kulturen. Beim Windhund handelt es sich wahrscheinlich um den ersten Gehilfen des Menschen. Gezähmt und gezüchtet, um das flüchtige Wild zu verfolgen, sozusagen der verlängerte Arm seines jagenden Herrn, weit über den Radius aller mechanischen Waffen hinaus, an Schnelligkeit dem schnellsten Wild gleich. Bis heute blieb die charakteristische Gestalt des Galgos unverändert. Hochläufig, geschmeidig, ganz seinem Zweck entsprechend. Auch in Wesen, Charakter und Instinkt gleichen die heutigen Windhunde ihren Ahnen. Das Leben einiger Windhundrassen verläuft noch heute bei manchen Volksstämmen im Orient getreu uralter Tradition. Unverändert im äußeren Erscheinungsbild und im Gebrauch. Neben den Reittieren Pferd oder Kamel, neben dem Jagdgefährten Falke, im Besitz der stolzen, unabhängigen Wüstennomaden, der Zeltbewohner oder in Koppeln gehalten und eingesetzt zum exklusiven Jagdvergnügen mächtiger Scheichs. Während es sich bei der in hochgestellten Kreisen gepflegten Windhundjagd um ein zum Vergnügen veranstaltetes Ereignis handelt, dient die Windhundjagd bei den Beduinen der Nahrungsbeschaffung. Saluki und Sloughi sind die Fleischversorger der Familie. Daher befinden sie sich auch in enger Lebensgemeinschaft mit ihren Besitzern. Sie gehen im Zelt ein und aus, sie teilen oft das menschliche Lager, sie werden betreut und liebkost. So genießt der Windhund im Orient eine unvergleichliche Vorzugstellung. Davon kann der Galgo in Spanien oft nur träumen.

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE WINDHUNDEHALTUNG

Es gibt Leute, die den Galgo mit sehnsüchtigem Verzicht betrachten, weil sie von vornherein der Meinung sind, ein solcher Hund müsse sicher so schwierig zu halten sein, dass sie diese Anforderungen niemals erfüllen können. Diesen Leuten möchten wir an dieser Stelle Mut machen. Es sind in der Tat einige Aspekte, die beachtet werden müssen. Mit ihnen sollte sich der zukünftige Besitzer unter allen Umständen VORHER vertraut machen. Voraussetzung für die Haltung eines Hundes, gleich welcher Rasse, ist natürlich an erster Stelle, dass man Zeit hat! Für einen Hund, wie auch für ein Kind, ist es unumgänglich, dass zumindest eine Bezugsperson zu Hause ist und zwar den größten Teil des Tages. Erwachsene Hunde halten es auch einige Stunden allein aus. Sollte das regelmäßig der Fall sein, so wäre es ideal, wenn sich zwei Hunde Gesellschaft leisten. Auf diese Weise könnte – notfalls – auch eine halbtägige berufliche Abwesenheit überbrückt werden. Aber gerade das ist ja heutzutage bei vielen Menschen die Zwickmühle: Sie sind berufstätig, möchten das aber doch gerne mit der Haltung eines vierbeinigen Hausgenossen in Einklang bringen. Mit einem Galgo kann man in diesem Punkt in der Regel ein zufriedenstellendes Arrangement treffen, wenn man ihm vor und nach eigener Abwesenheit ausgiebigen Auslauf bietet. Er wird dann seine Ruhephase in die Abwesenheit seines menschlichen Partners legen. Abgesehen von der Grundvoraussetzung, der „Zeit für den Hund“, sollte sich der Interessierte insbesondere drei Fragen stellen: – bin ich bereit, den Galgo mit in die Wohnung aufzunehmen? – bin ich von meiner Mentalität her geeignet, mit einem Galgo umzugehen? – Kann ich es ermöglichen, das Laufbedürfnis des Galgos zu befriedigen? Der Galgo ist schön, repräsentativ und nicht zuletzt dekorativ. Er fühlt sich „galgantisch“ wohl auf Teppichen und Polstermöbeln. Zudem versteht er es auch, sich in seiner Umgebung würdevoll und anmutig zu bewegen. Er liebt das Autofahren und kann stundenlang ein angenehmer Begleiter auf dem Polster des Rücksitzes sein. Das sollte jedoch nicht zu dem Schluss verführen, man könne ein solches Bild der Grazie nur zur Zierde des Hauses oder als schmucken Begleiter halten. Die Voraussetzung der Wohnungshaltung ist absolut unumstritten, weil damit die enge Nähe zum Menschen gewährleistet ist. Der Galgo will in menschlicher Gesellschaft sein. Er will in engem Kontakt mit seinem Herrn, seiner Familie, leben. Seit allen Zeiten haben Windhunde in engster Gemeinschaft mit dem Menschen gelebt, mehr als die meisten anderen Hunderassen. Die Verbannung in ein Hundehaus, einen Zwinger oder jeden anderen Ort außerhalb des direkten menschlichen Umganges, würde seine seelische Verkümmerung zur Folge haben. Für die Wohnungshaltung ideal ist der Gesichtspunkt, dass der Galgo entweder ruht oder „jagt“. Das heißt, dass er im Haus in erster Linie ruht, wenn er Gelegenheit zur täglichen Bewegung im Freien hat. Dass eine luxuriöse Umgebung keine Bedingung für seine Haltung ist, versteht sich von selbst. Palast oder Zelt – zusammen mit seinem Menschen bewohnt der Galgo beides. Allerdings liegt der Galgo gern weich und auf einem erhöhten Platz. Das heißt, dass sie ihm nicht unbedingt einen Platz auf dem nackten Fußboden zuteilen sollten. Ein kurzhaariger Galgo ist empfindlich gegen Zugluft und Kälte und was viel wichtiger ist, er liegt gern in Augenhöhe mit seinen Menschen. Zu Frage 2 oder Anforderungen an den Besitzer : Eine noch wichtigere Voraussetzung für ein glückliches Zusammenleben ist die Mentalität des Besitzers. „Leben und leben lassen“ ist die Kunst des Umgangs mit dem Galgo. Einen Galgo im dauernden Appellton einzureden oder unter scharfe Kommandos stellen zu wollen wäre die Art, um Hund und Mensch aneinander verzweifeln zu lassen. Sie dürfen also nicht mit falschen Erwartungen an den Hund herangehen und keinen dressurfähigen Hund erwarten. Auch sollten Sie nicht den Ehrgeiz haben, ihn dennoch dahingehend umfunktionieren zu wollen. Wenn Sie feste Vorstellungen von Gebrauchswert und Dressurprogramm haben und beständigen Appell erwarten, sollten Sie beim Gebrauchshund bleiben! Wenn Sie dem Erfolg Ihrer kleinen Übungen mit dem Galgo aber mit Gelassenheit entgegensehen und die Sache spielerisch und nicht als MUSS betrachten, werden Sie höchstwahrscheinlich angenehm überrascht werden. Die richtige Umgangsart sind freundliche Worte in ruhigem Ton, denen der Galgo in der gewohnten Umgebung fast so folgt, als verstünde er Sie wörtlich. Der erwachsene Galgo zeigt von sich aus ein so selbstverständlich angenehmes und gutes Betragen, dass die Befehle des Besitzers in der Regel überflüssig sind. Menschen mit heftigem, ungeduldigem Temperament sind weniger geeignet als Galgobesitzer. Bei einer solchen Ansprache verliert der Galgo seine Würde und all das, was den Zauber seines Wesens ausmacht. Auch Ihr Galgo lässt „Sie leben“. Er verbreitet keine Unruhe in Ihrer Umgebung und macht Sie nicht nervös. Er bettelt nicht andauernd um Futter und will nicht laufend von Ihnen beschäftigt werden. Er wirft Sie auch nicht beim Morgengrauen aus dem Bett, sondern ist durchaus bereit, Ihre Ruhestunden mit einzuhalten. Der künftige Besitzer muss bereit sein, einen Freund aufzunehmen und ihm seine Lebensart zuzugestehen. Er muss ihn das sein und bleiben lassen, was er ist: ein INDIVIDUALIST. Als Freund seines Hundes und mit dem Wissen um die Windhundart muss der Besitzer auch Verständnis für seinen Hetztrieb haben. Er sollte sich darauf einstellen und nicht etwa ein Leben lang versuchen, ihm diesen wie eine „Unart“ auszutreiben. Der ständige Kampf gegen das, was doch in seinem Instinkt verankert ist, würde Herrn und Hund aufreiben. Es ist ja nicht so, dass der Galgo seinen Menschen beim Freilaufen verlassen und ihm weglaufen wollte. Nur der Radius, den er zieht, ist in unserer modernen, eng begrenzten Umwelt zu groß, um ihn nicht in Gefahr zu bringen. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass es individuelle Unterschiede gibt! Hunde, die nur ein wenig Neigung haben, sich beim Auslaufen zu entfernen, solche die losjagen, aber auf Ruf kommen und solche, die starten und erst nach längerer Zeit an Rückkehr denken. Eine glückliche Hand bei der Erziehung vermag allerdings in dieser Beziehung bei vielen Galgos -jedoch nicht bei allen- auch einiges zu steuern. Ein weiterer zentraler Punkt der Überlegungen sollte sein, wie der Besitzer mit dem Lauf- und nicht zuletzt Hetztrieb seines Galgos fertig wird bzw. wie bringt er es fertig, ihm den nötigen Auslauf zu verschaffen, ohne dass der Hund dadurch in Gefahr gerät, von einem Auto überfahren oder von einem Jäger erschossen zu werden. Ideal für die (Wind)Hundehaltung ist natürlich ein eigener Garten. Dieser muss mindestens 1.60m hoch eingezäunt sein, denn nur ein für den Galgo unüberwindbarer Zaun wird ihn davon abhalten, auf eigene Faust loszustreifen. Ein Garten bringt für Sie selbst und Ihren Hund natürlich viel Erleichterung und Bequemlichkeit mit sich. Jedoch wird auf Dauer das Grundstück allein nicht ausreichen, um den Hund bewegungsmäßig auszulasten. So ideal ein eigener Garten auch ist, ist er doch nicht unbedingte Voraussetzung. Kein noch so großer Garten ersetzt Spaziergänge, die schon der Abwechslung und der neuen Eindrücke wegen wichtig sind. Wenn ein gesichertes  Hundeauslaufgebiet in der Nähe ist oder große, freie und wildarme Flächen, möglichst weitab vom Autoverkehr und wenn der Hund eine gute Bindung aufgebaut hat (Achtung, dies braucht gegebenfalls einige Zeit, eventuell auch Jahre!!) und gelernt hat, auf Ruf zurückzukommen, kann er frei laufen. Der Galgo sollte also vorsorglich nur da freigelassen werden, wo kein Risiko für ihn besteht. Sollte er jedoch an der Leine bleiben müssen, muss der Besitzer andere Möglichkeiten ausschöpfen. Vielleicht ist ein eingezäuntes Übungsgelände in erreichbarer Nähe. Ein ausgezeichnetes Konditionstraining erreicht man beispielsweise, wenn man den Hund am Fahrrad mitnimmt oder auf seine eigene Jogging-Runde, allerdings sollten beides keine kilometerlangen Runden sein, denn Galgos sind Kurzstreckler. Sie dürfen davon ausgehen, dass ein Galgo in der 2. Lebenshälfte wesentlich ruhiger wird. Ist der Hund über die ersten „schnellen“ Jahre hinaus, so haben Sie in der Regel mit einem wesentlich geringerem Laufpensum zu rechnen. Aber gelegentliche, spontane „Ausflüge“ sind dann doch schon ab und wann zu erwarten! Langweilig wird Ihr Galgo dennoch nie und seine Frische erhalten Sie mit täglichen Spaziergängen.

BUCHTIPPS RUND UM DEN GALGO

Nachfolgend unsere Buchtipps rund um den Galgo Espanol! Warme Socken für arme Socken Ein Leben für den Galgo Espanol Autorin: Ulrike Feifar (Gründerin von Far from Fear e.V.) 280 Seiten Tierschutz live und ungeschminkt Zu bestellen bei Yvonne Kumbier, Far from Fear e.V., Mail: yvonnekumbier@aol.com Der Reinerlös des Buches kommt den Hunden von Far from Fear e.V. zugute. Windhunde aus Spanien: vom Jäger zum Familienhund Autoren: Karin Dohrmann und Inga Böhm 176 Seiten. Im Buchhandel zu bestellen. Galgo Español: Der spanische Windhund Autoren: Claudia Gaede, Thomas Ebbrecht 184 Seiten. Im Buchhandel zu bestellen. GALGOS: Belleza & Funcionalidad Autoren: Claudia Gaede, Thomas Ebbrecht 84 Seiten Im Buchhandel zu bestellen. Windhunde: Schnell, Sanft, Liebenswert Autorin: Dorothee Dahl 111 Seiten Im Buchhandel zu bestellen. EL GALGO ESPANOL – Ein Leben nach der Jagd Dokumentarfilm von Pascale Schemel HDTV |16:9 Informationen/Bestellung via http://www.galgo.kilu.de/

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